Wie Sie der Angst ein Ende machen, Telefonakquise ohne Stress, Teil 1
Kaum nehmen Sie den Hörer in die Hand um Kunden anzurufen, schleicht sich dieses diffuse Gefühl ein: Hemmungen, Ängste, Beklemmung vor der telefonischen Kundengewinnung.
Egal, ob Sie bestehende Kunden anrufen wollen, um über Neuheiten und Zusatz-Leistungen zu informieren oder ob Sie an die unbezahlte Rechnung persönlich erinnern möchten – Sie nehmen es sich vor und tun es dann doch nicht…
Häufig äußert sich das Unwohlsein durch das Aufschieben der Anrufe – Sie erledigen alle anderen, weniger wichtigen, Tätigkeiten – um am Ende eines Arbeitstages festzustellen, dass die Telefonate mal wieder liegen geblieben sind. Und das schlechte Gewissen plagt Sie dann noch zusätzlich.
Dabei ist es leichter, als Sie denken und mit etwas Übung möglich, eine neue und angenehmere Sicht auf Kundengespräche und Telefonakquise zu gewinnen.
Geheimnis #1: Akzeptieren Sie Ihre Angst vor der Telefonakquise
Das ist vielleicht der wichtigste Schritt im Umgang mit Ihrer Telefonangst und im Umgang mit Ängsten im allgemeinen. Wir neigen dazu, alles, was unangenehm ist, zu bekämpfen und auszumerzen. Doch Ihre Angst hat normalerweise einen Grund. Sie weist auf etwas hin, dass Sie verunsichert, irritiert und lähmt.
Das schlimmste ist, Ihre Angst zu ignorieren, weil sie sich trotzdem ihren Weg bahnt und sei es durch körperliche Symptome wie Kopf- oder Magenschmerzen. Gehen Sie zu den Wurzeln Ihrer Angst und finden Sie heraus, was dahinter steckt. Dann sind Sie häufig bereits einen großen Schritt weiter.
Wenn Sie denken, dass Sie Angst vor der Telefonakquise haben, stimmt das nicht ganz. Sie haben wahrscheinlich Angst vor:
- Armut – weil Sie Ihre Arbeit oder Ihre Firma verlieren
- Misserfolg – weil Sie nicht erreichen, was Sie wollen
- Demütigung – weil Sie keine Erfolge verbuchen können
- Unglück – weil Sie im Leben nicht erreichen, was Sie wollen.
Ich persönlich habe immer noch bestimmte Ängste. Es wird besser, doch nach wie vor fürchte ich:
- Dass ein Auftrag unerfolgreich wird oder, dass er so erfolgreich wird, dass der Kunde mich schnell nicht mehr braucht – und der Auftrag beendet ist.
- Dass alle meine Projekte gleichzeitig fehlschlagen und ich meine Energie umsonst in Neues gesteckt habe.
- Dass der tolle Kunde, der klingt, als ob eine lange und erfolgreiche Zusammenarbeit zustande kommt, doch nur “heiße Luft” erzählt hat, oder, dass ich zu misstrauisch bin und der Kunde verschwindet, weil das keine vertrauensvolle Beziehung fördert.
- Dass mir oder meinem Partner eine schlimme Krankheit oder ein Unfall passiert, bevor wir unsere Träume verwirklichen können, und deshalb will ich noch schnell in den Urlaub fahren – aber gleichzeitig will ich auch ein Online Marketing Projekt zu Ende bringen…
Also – Angst ist etwas Normales und kann sich praktisch auf jeden Zustand – egal ob gut oder schlecht, erwünscht oder unerwünscht – beziehen. Sie können genauso Angst vor Ihrem eigenen Mißerfolg haben, wie vor dem großen Erfolg. Es kommt letztlich darauf an, wie Sie damit umgehen.
Es ist ein wenig, wie die Angst vor dem ersten Kuss – man fürchtet ihn und man wünscht ihn gleichzeitig herbei. Es ist ein Dilemma!
Es ist sinnlos dagegen anzukämpfen, weil Sie ein Teil von uns ist, ein Teil der uns bei ernsthafter Betrachtung nützlich sein kann. Angst wird eigentlich immer als etwas Negatives betrachtet, dabei ist Angst die Emotion, die uns am meisten unterstützt, wenn wir sie als Verbündeten betrachten und die Warnsignale ernst nehmen.
Stellen Sie sich vor, Sie würden die Angst vor dem Straßenverkehr als unwichtig abtun und plötzlich unkonzentriert Auto fahren oder Sie tun die Angst vor einer giftigen Schlange als lächerlich ab. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wir uns leichter tun, dieses Gefühl zu akzeptieren, wenn wir den Ausdruck Angst um den Begriff Respekt, Hemmungen oder Zurückhaltung erweitern.
Egal, in welcher Position Sie sind und was Sie wagen – finden wir uns damit ab, dass wir in manchen Situationen “sehr viel Respekt” empfinden, der uns mehr nachdenken als handeln läßt und finden einen Weg nicht nur trotzdem, sondern gerade deshalb unsere Träume zu realisieren.
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4 Reaktionen zu “Wie Sie der Angst ein Ende machen, Telefonakquise ohne Stress, Teil 1”
Michael
Am 12. Dezember 2008 um 18:31 Uhr
Danke dafür, dass Du mir Mut gemacht hast. Ich habe (mir selber) versprochen, jetzt wieder mehr Telefonakquise zu machen.
Andrea Jülichs
Am 14. Dezember 2008 um 08:23 Uhr
Hallo Michael,
und ich freue mich, wenn mein Artikel Dich unterstützen konnte. Viel Erfolg!
Gruß Andrea
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